Unternehmensdaten

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LAGEBERICHT

der Bundessporteinrichtungen Gesellschaft mbH

zum Jahresabschluss 2015

 

Auf Basis des Gesetzes über die Neu­orga­nisa­tion der Bundes­sport­ein­rich­tungen (BSEOG - BGBI.149/1998) und der Gesell­schafter­er­klärung vom 16.12.1998 er­folgte am 23.12.1998 die Grün­dung der Bundes­sport­ein­rich­tungen Ge­sell­schaft mbH (BSPEG) mit der Ein­tragung in das Firmen­buch. Die Gesell­schaft hat ihre Tätig­keit am 1.1.1999 aufge­nommen. Zu diesem Zeit­punkt ist ex lege gemäß § 1 Abs. 2 BSEOG das Eigen­tum der Republik Österreich im Bereich nach­folgen­der Bundes­sport­ein­rich­tungen ein­schließ­lich aller dazu­ge­hörigen Rechte, Rechts­ver­hält­nisse, Forde­rungen und Schulden im Wege der Gesamt­rechts­nach­folge in das Eigen­tum der Bundes­sport­ein­rich­tungen GesmbH über­ge­gangen:

 

  • Bundessport- und Freizeitzentrum (BSFZ) Blattgasse
  • Bundessport- und Freizeitzentrum (BSFZ) Faaker See
  • Bundessport- und Freizeitzentrum (BSFZ) Maria Alm/Hintermoos
  • Bundessport- und Freizeitzentrum (BSFZ) Obertraun
  • Bundessport- und Freizeitzentrum (BSFZ) Schloß Schielleiten
  • Bundessport- und Freizeitzentrum (BSFZ) Südstadt
  • Bundessport- und Freizeitzentrum (BSFZ) Kitzsteinhorn
  • Bundes Ski Akademie St. Christoph
  • Flugsportzentrum Spitzerberg

 

Sechs Einrich­tungen werden durch die Gesell­schaft selbst opera­tiv geführt, das Flug­sport­zen­trum Spitzerberg wird auf­grund eines Leih­ver­tra­ges seit 1998 durch den Öster­reichi­schen Aero-Club und die Bundes Ski Akademie St. Christoph auf­grund eines Pacht­ver­tra­ges durch den Öster­reichischen Ski­ver­band be­trieben.

 

Der Stand­ort Kitzsteinhorn wurde vor der Aus­gliede­rung an den Öster­reichi­schen Ski­ver­band ver­liehen. Mit Stich­tag 1. August 2007 hat die Bundes­sport­ein­rich­tun­gen Gesell­schaft mbH den Betrieb dieser Ein­rich­tung wieder selbst über­nommen.

 

Das BSFZ Blattgasse wurde mit Stich­tag 1.1.2010 an pri­vate Eigen­tümer nach einer öffent­lichen Aus­schrei­bung veräußert. Die darin beher­berg­ten Spitzen­sport­ler des Heeres­leistungs­sport­zen­trums (HLSZ) wurden im BSFZ Südstadt unter­ge­bracht und damit wird der För­der­auf­trag auch in diesem Be­reich weiter­hin voll erfüllt.

 

Der Geschäfts­führer der Bundes­sport­ein­rich­tun­gen Gesell­schaft mbH (BSPEG) ist Mag. Michael Sulzbacher. Die Zentrale und der Sitz der Gesell­schaft be­finden sich in 1120 Wien, Schönbrunner Allee 53.

 

 

Organigramm:

 

Struktur

 

 

Ziel der Ausgliede­rung ist es, den frühe­ren Sport­förder­auf­trag des Bundes an die Gesell­schaft un­einge­schränkt zu über­tragen, Ein­spa­rungen für das Sport­budget des Bundes gegen­über der Nicht­aus­gliede­rung zu errei­chen, die wirt­schaft­lichen Bereiche so zu ver­bes­sern, dass die nicht mehr bezu­schussten Investi­tionen im erwerbs­wirt­schaft­lichen Bereich (Hotel­lerie, Gastro­nomie) aus Eigenem finan­ziert werden können und die Mit­arbei­ter­innen und Mit­arbei­ter, die zum 1.1.1999 im Personal­stand der Bundes­sport­ein­rich­tungen waren, mit ihren Rechten und Pflich­ten in die Gesell­schaft zu über­nehmen.


Im Geschäfts­jahr 2015 stand neben der Ver­bes­serung des laufen­den Betrie­bes die Weiter­ent­wick­lung der Orga­nisa­tion der Austrian Sports Resorts im Vorder­grund, um die wirt­schaft­lichen Rahmen­be­dingun­gen und jene für den Sport zu opti­mieren.


Mit dem Leiter der Inter­nen Revi­sion, ADir. Herbert Lindner, wurde der Jahres­revi­sions­plan gemein­sam fest­gelegt. Die Kon­trollen in den Stand­orten und der Zentrale ergaben keine Bean­stan­dungen.


Quartals­weise er­stattete die Geschäfts­führung an das Bundes­ministe­rium für Finanzen und an das Eigen­tümer­ressort, das BMLVS, einen Risiko-Controlling-Be­richt. Dabei wird neben der Ein­schätzung diverser Risiken auch das Bench­marking mit der Tourismus­branche und Rating­kenn­zahlen der Banken­branche berück­sich­tigt. Dieser Bericht ergänzt das quar­tals­weise Beteili­gungs- und Finanz­con­trolling.


Der Aufsichts­rat hat im Ge­schäfts­jahr 2015 vier Sitzun­gen am 18. März, am 17. Juni, am 22. September und am 16. Dezember 2015 abge­halten. Dabei hat er die ihm nach Gesetz und Gesell­schaft­ererklä­rung oblie­genden Aufgaben wahr­genommen. Der Geschäfts­führer hat regel­mäßig, zeit­nah und umfas­send über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesell­schaft mündlich und schrift­lich be­rich­tet. Der Aufsichts­rat hat den Geschäfts­führer dabei beraten und seine Über­wachungs­funktion erfüllt.


Am 24. Juni 2015 über­mittel­te die Vor­sitzen­de des Aufsichts­rates, Mag.a Silvia Angelo, an den Eigen­tümer­ver­treter, SC Dr. Samo Kobenter, ihren jähr­lichen Bericht über die Tätig­keit des Aufsichts­rates gemein­sam mit dem Jahres­abschluss 2014 und dem Vorschlag für die Gewinn­verteilung. Mit General­versamm­lungs­beschluss vom 18. August 2015 erfolgte die Fest­stellung des Jahres­abschlus­ses, der Beschluss über die Gewinn­fort­schrei­bung und die Ent­lastung des Aufsichts­rates und des Geschäfts­führers für das Geschäfts­jahr 2014. Die Eintra­gung im Firmen­buch wurde am 14. September 2015 durch­geführt.

 

Der Aufsichtsrat besteht zum 31. Dezember 2015 aus folgenden Mitgliedern:

 

Vorsitzende:   Mag.a Silvia Angelo (entsendet vom BMLVS)

Vorsitzender Stv.:  

Astrid Stadler (entsendet von der BSO)
Mag. Marcel Chahrour (entsendet vom BMLVS)
MR Mag. Alois Schneebauer (entsendet vom BMF)
MR Mag. Ewald Bauer (entsendet vom BMBF)
Mag. Harald Bauer (entsendet von der BSO)

Arbeitnehmervertreter:  

Ruth Sorré

Ursula Höll

Anton Schober

 

Mit Gesellschafterbeschluss vom 18. August 2015 wurde die Wirt­schafts­prüfungs­gesell­schaft mbH. Ernst & Young mit der Prüfung des Jahres­ab­schlus­ses 2015 beauftragt. Im Rahmen der Vor­prüfung erfolgte an den Stand­orten BSFZ Faaker See, BSFZ Maria Alm/Hintermoos, BSFZ Obertraun eine vertie­fende System­prüfung vor Ort durch Prozess­aufnahmen unter Berück­sichti­gung der rech­nungs­bezo­genen inter­nen Kon­trollen. Die Kern­prüfung des Jahres­abschlus­ses erfolgte vor Ort in der Zentrale in der Woche vom 25.-29. April 2016.


Vom 23.-25. März 2015, am 25./26. Juni und am 20./21. Oktober 2015 fanden Manage­ment Meetings statt. Im Beisein des Geschäfts­führers, des Leiters Rech­nungs­wesen, Herrn Ernst Jurica, und dem Leiter des Bau­projekt­manage­ments, Herrn DI Andreas Scharl, wurden dabei die Quartals- und Jahres­abschlüs­se ana­lysiert, die Inves­ti­tions­vor­haben vor­be­reitet, die laufende Tätig­keit koordi­niert und neue Projekte gemei­nsam mit den Managing Directors der Stand­orte ent­wickelt.


Mit dem Betriebs­rat fanden am 30. Juni 2015 die Gespräche über die kollektiv­vertrag­liche Er­höhung der IST-Löhne in einer kon­struk­tiven At­mosphäre statt. Die gute Zusammen­arbeit mit dem Betriebs­rat ist Teil der Unter­nehmens­kultur.


In der Aufsichts­rats­sitzung am 16. Dezember 2015 wurden die Planungen für die Geschäfts­jahre 2016, 2017 und 2018 (GuV, Bilanz, Vermögens­lage, Finanz­lage, Investi­tionen, Personal) ein­stimmig ge­nehmigt.


In Zusammen­arbeit mit dem Leiter der Inter­nen Revi­sion hat der Geschäfts­führer gemein­sam mit der Vor­sitzen­den des Auf­sichts­rates einen Bericht zum Public Corporate Governance Kodex erstellt.


Mit der Austria Ski Sport­anlagen Betriebsges.m.b.H. wurde ein Pacht­vertrag zu einem ange­messe­nen Zins über die Bundes-Ski­akademie St. Christoph abge­schlossen.


Am 27. Februar 2015 hat die Gesell­schaft zur Erwei­te­rung des BSFZ Obertraun von der SIVBEG ein Grund­stück samt Unter­kunfts-, Büro­gebäude und Werk­stätten er­worben.


Im Sommer 2015 erfolgte die Umbe­nennung des Ober­begriffes "Bundes­sport­einrich­tungen" zu Marke­ting­zwecken in "Austrian Sports Resorts". Das äußere Erschei­nungs­bild wurde angepasst und das Marketing inten­siviert. Es erfolgte aber keine Änderung der Firma der Gesell­schaft.


Die Gesell­schaft hat ein inter­natio­nales soziales Projekt, das vom Bundes­kanzler, dem Sport­minister und dem Präsi­denten der Wirt­schafts­kammer initiiert wurde, unterstützt. Im BSFZ Schloß Schielleiten verbrachten rd. 200 ukrainische Kinder aus dem Kriegs­gebiet vom 8. bis 18. Jänner 2015 ihre Winter­ferien.


Die Gesell­schaft hat im Jahr 2015 für ihre Führungs­kräfte mehrere Manage­ment-Ent­wicklungs­seminare abge­halten.


Mitarbeiter­innen der Gesell­schaft haben an der Strategie 2018 und Gender Equality im Sport, zwei Projekte des Sport­ministe­riums und der Öster­reichi­schen Bundes­sport­organisa­tion, mit­ge­arbeitet. Darüber hinaus wurden Mit­arbeiter der Gesell­schaft in Gremien des Öster­reichi­schen Bundes­sport­förderungs­fonds von Seiten des Sport­mini­ste­riums entsandt.


Der Geschäfts­verlauf 2015 war gekenn­zeichnet durch ein Über­treffen der Plan­ergeb­nisse. Darüber hinaus hat die Gesell­schaft den im BSEOG vorge­gebenen Sport­förder­auftrag voll erfüllt. Das ist ins­be­sondere aus der starken Nutzung der Bundes­sport­ein­rich­tungen durch förderungs­würdige Sportler­innen und Sportler (74,73 %), dem Anteil an Behinder­ten­sportlern (2,79 %), den umfang­reichen Investi­tionen in den Sport­anlagen­bereich und dem Betrieb des Öster­reichischen Leistungs­sport­zentrums Südstadt (ÖLSZ) ersicht­lich.


Die Auslastung an Betriebs­tagen ist mit 76,90 % weite­rhin sehr hoch, ebenso die Jahres­aus­lastung mit rund 65,20 %. Es wurden 232,80 Voll­belegungs­tage im Berichts­jahr erreicht. Die Anzahl der Nächti­gungen belief sich im Geschäfts­jahr auf 203.633. Der Anteil der soge­nannten förde­rungs­würdigen Sportler an den Gesamt­nutzern ist mit 152.184 Nächti­gungen — das entspricht 74,73 % - weiter­hin sehr hoch. Der Anteil der Jugend­lichen erreichte mit 54,85 % ebenfalls einen beacht­lichen Wert.


Der Umsatz beträgt im Geschäfts­jahr 13,267 Mio. € und konnte im Vor­jahres­vergleich um rund 524.000 € (+ 4,11 %) gestei­gert werden. Die Be­triebs­eriöse ergeben in Summe 17,502 Mio. €. Der Cash flow aus dem Ergebnis beträgt trotz hoher Instandhaltungsmaßnahmen 1,65 Mio. € und das EBITD 1,60 Mio. €. Der Cashflow dient vor allem zur Finan­zierung der nicht bezu­schussten Investi­tionen im erwerbs­wirt­schaft­lichen Bereich.
Das Rein­vermögen im weiteren Sinn beträgt 63,1 Mio. €. Ins­gesamt erhöhte sich das Rein­ver­mögen im weite­ren Sinn seit der Aus­gliede­rung um 32,04 Mio. €. Die Zugänge im Anlage­ver­mögen betrugen 3,3 Mio. € im Jahr 2015 und insgesamt seit der Ausglie­de­rung rund 65,9 Mio. €. Der Wert des gesamten Anlage­ver­mögens ist rund 61,4 Mio. €.
Trotz der umfang­reichen Inves­ti­tions­maß­nahmen weist die Gesell­schaft ausge­zeich­nete URG-Kenn­zahlen aus. Die Eigen­kapital­quote liegt bei 86,8 % und die fiktive Schulden­til­gungs­dauer bei 1,6 Jahren. Die direkten Ein­spa­rungen für das Sport­budget des Sport­ministe­riums gegen­über der Nicht­ausglie­de­rung betru­gen 5,91 Mio. € im Jahr 2015. Seit der Aus­glie­derung im Jahr 1999 ergeben die direk­ten Einspa­rungen insge­samt 70,24 Mio. €, wobei bei dieser Berech­nung der für den Fall der Nicht­aus­glie­de­rung vorge­sehene Budget­betrag des Jahres 1999 infla­tions­ange­passt wurde. Berück­sichtigt man den in diesem Zeit­raum erwirt­schafte­ten Cashflow der BSPEG von rund 24,14 Mio. € und die von der BSPEG über­nomme­nen Personal­ver­pflich­tungen des Bundes (Abferti­gungs­an­sprüche, Ansprüche auf Jubiläums­gelder, Urlaubs- und Zeit­ausgleichs­gut­haben) in der Höhe von 1,25 Mio. €, kommt man zu einer wirt­schaft­lichen Gesamt­verbes­serung durch die Tätig­keit der BSPEG in den Jahren 1999 bis 2015 von rund 95,63 Mio. €.


Man kann daraus ersehen, dass auch im sieb­zehn­ten Ge­schäfts­jahr nach der Aus­gliede­rung ins­ge­samt gesehen die wirt­schaft­lichen Erwar­tungen über­troffen wurden und gleich­zeitig auch der Förder­auftrag, der sich gegen­über der Bundes­ver­waltung nicht ver­änderte, erfüllt wird. Ins­be­sondere stehen die Ein­rich­tungen weiter­hin rund zur Hälfte für die Jugend­sport­förde­rung und zu rund 75 % dem aus sport­poli­ti­scher Sicht förderungs­würdigen Personen­kreis zur Ver­fügung.


Im Investi­tions­bereich wurden die Projekte ent­sprechend des Investi­tions­planes umgesetzt. Die Höhe des Inves­ti­tions­volumens betrug 3,25 Mio. € und ist nicht zuletzt auch auf die Not­wendig­keit der Qualitäts­ver­bes­serung und des Nach­hol­bedarfes im Unter­kunfts- und Sport­bereich zurück­zuführen. Darüber hinaus wurden Instand­hal­tungen im Ausmaß von 902.300 € getätigt. Die Abwick­lung der Investi­tions­tätig­keit bzw. die Wahr­nehmung des Bau­herrn­inter­esses wird vom Geschäfts­führer und dem Bau­projekt­manager gemein­sam mit den Managing Directors vor Ort wahr­genommen.


Das budgetierte Inves­titions­volumen konnte in Summe mit nicht erwähnens­werten Abwei­chungen einge­halten werden.

 

Die größten Inves­ti­tions­projekte des Geschäfts­jahres waren unter anderem:

 

  • Im BSFZ Maria Alm wurde der Ski­keller general­saniert und die Fassade gemein­sam mit den Fenstern im Haus Unterbach erneuert. Mit der General­sanierung des Funcourts samt Neu­her­stellung des Unter­baues wurde im Jahr 2015 begonnen, die Gesamt­fertig­stellung erfolgt im Frühjahr 2016.
  • Im BSFZ Obertraun erfolgte als Energie­spar­maß­nahme die Umrüstung der Sport­hallen auf LED-Be­leuchtung. Damit ist diese Umstel­lung in allen Hal­len der Austrian Sports Resorts abge­schlossen.
  • Im BSFZ Schloß Schielleiten wurden beim Teich die Holz­beläge der Stege ein­schließ­lich der Piloten aus Stahl­beton als dauer­hafte Lösung neu her­ge­stellt. Das Kapellen­haus wurde im Innen­bereich komplett saniert und fünf moderne Zimmer­ein­heiten ge­schaffen.
  • Größere Investitions­maß­nahmen er­folg­ten auch im BSFZ Südstadt mit der Neu­errich­tung einer Leich­tathletik-Indoor­anlage und einem Zubau zur Judo­halle, womit ideale Trai­nings­möglich­keiten auf inter­natio­nalem Niveau ge­schaffen wurden.

 

Die Bundessport­ein­rich­tungen Gesell­schaft mbH hat alle Bedien­ste­ten, die im Plan­stellen­bereich des Bundes am 31.12.1998 den Bundes­sport­ein­rich­tun­gen zuge­ordnet waren, ex lege über­nommen. Dabei handelt es sich um dienst­zuge­teilte Beamte und Mit­arbei­ter­innen, die ihre Rechte und Pflichten als Vertrags­bedien­stete beibe­halten haben. Weiters sind bei der Gesell­schaft Bedien­stete unter Geltung des Kollektiv­ver­trages für Arbeiter und Ange­stellte im Hotel- und Gast­ge­werbe bzw. unter Geltung des Kollektiv­ver­trages für Ski­lehrer beschäf­tigt. Im Jahr 2015 waren 184,73 Dienst­nehmer, gerechnet in Personen­jahren, tätig. 331 Einzel­per­sonen wurden im Laufe des Jahres 2015 in der BSPEG be­schäftigt. Nicht zuletzt das große Engage­ment der Mit­arbeiter­innen und Mitar­beiter und deren Schulungs­bereit­schaft haben den guten Geschäfts­verlauf ermöglicht.


Der gewachsene Stamm­kunden­anteil, die quali­tativ guten bau­lichen Verän­de­rungen, die Dienst­leistungs­orien­tierung der Mit­arbeite­rinnen und das gute Image der Austrian Sports Resorts sowie die erwerbs­wirt­schaft­liche Orien­tierung neben der Erfül­lung des Sport­förder­auf­trages sind die wesent­lichen Para­meter für den ver­gange­nen Geschäfts­erfolg. Sie werden ihn auch in Zukunft sichern und damit allge­meinen wesent­lichen wirtschaft­lichen Risiken und Ungewiss­heiten, denen das Unter­nehmen ausge­setzt ist, ent­gegen­wirken.


Weitere all­gemeine wesent­liche Risiken und Unsicher­heiten be­stehen aus heutiger Sicht für das Unter­nehmen nicht. Es bleibt aber zu berück­sich­tigen, dass seit der Aus­gliede­rung die Bilanz­summe und der Umsatz bei­nahe ver­doppelt wurden und die Aus­lastung an Betriebs­tagen bei rund 76,90 % liegt und damit beinahe doppelt so hoch wie die durch­schnitt­lichen Bench­marks der Touris­mus­branche sind. Ein Risiko besteht daher darin, insbe­son­dere ange­sichts der anhal­ten­den wirt­schaft­lichen Instabi­li­tät, dieses hohe Niveau zu halten.

 

Die poten­tiellen Währungs-, Preis­änderungs-, Ausfalls-, Cashflow- und Liquidi­täts­risiken werden von der Geschäfts­führung wie folgt beurteilt:

 

  • Alle Geschäfte der Gesell­schaft werden in Euro abge­wickelt. Somit ist ein Währungs­risiko nicht gegeben.
  • Das Preis­änderungs­risiko ist als gering einzu­stufen. Inves­ti­tions­vorhaben werden über Aus­schrei­bungen mit Fix­preisen abge­wickelt. Die Preise bei den Ein­käufen unter­liegen üblichen geringen Markt­schwankungen. Das Risiko für die Gesell­schaft er­scheint ins­gesamt als nicht sehr groß und wurde bei den Plan­rech­nungen berück­sichtigt.
  • Das Ausfalls­risiko ist aufgrund unserer Kunden­struk­tur und des Stamm­kunden­anteils grund­sätz­lich gering. Kurz­fristige Stornos können zum Teil durch das Akqui­rie­ren von Neu­kunden aufge­fangen werden. Heraus­forde­rungen sind die immer kürzer werdende Aufent­halts­dauer, der teil­weise Ausfall von A-Kunden und die zuneh­mend unsichere Wetter­lage (schlechte Schnee­lage).
  • Aufgrund des relativ hohen opera­tiven Cash­flows wird das Cash­flow-Risiko derzeit als grund­sätzlich gering be­urteilt.
  • Im Geschäfts­jahr 2015 gab es keine deri­va­tiven Sicherungs­geschäfte.
  • Die Gesell­schaft finan­ziert sich durch den opera­tiven Cash­flow, durch gesetz­lich und vertrag­lich zuge­sicherte Förde­rungen für den öffent­lichen und gemein­wirt­schaft­lichen Auf­trag und fall­weise durch Bank­kredite, für die Kredit­verträge be­stehen. In diesem Zusammen­hang wird fest­gestellt, dass die Funda­mental­daten (URG-Kennz­ahlen: Eigen­kapital­quote 86,8 %, fiktive Schulden­tilgungs­dauer 1,6 Jahre) der Gesell­schaft sehr gut sind.

 

Mit Stichtag 3. Mai 2016 hat die Gesell­schaft das Flug­sport­zentrum Spitzerberg in Absprache mit dem Öster­reichi­schen Aero-Club nach erfolg­ter öffent­licher Aus­schrei­bung an die Flug­platz Völtendorf Betriebs GmbH verkauft. Der bis­herige Förder­auf­trag (Sport­flug­platz, Flug­schule) wird zumindest für 20 Jahre aufrecht­erhalten. Darüber hinaus sind keine Vor­gänge von besonde­rer Bedeu­tung nach dem Schluss des Geschäfts­jahres einge­treten.


Aufgrund der Drei­jahres-Plan­rech­nungen der Gesell­schaft, des guten Ergeb­nisses des ersten Quartals des Jahres 2016 und der der­zeiti­gen Buchungs­lage ist aus heutiger Sicht mit einem weite­ren zufrieden stellenden Ge­schäfts­ver­lauf zu rechnen.

 

 

 

Mag. Michael Sulzbacher

Geschäftsführer

 

Wien, am 13. Mai 2016